Strickmuster: Das Gittermuster

Das Gittermuster - das Muster mit dem "Wow-Effekt"

Schön, dass du wieder auf meinem Blog vorbeischaust. Heute möchte ich dir ein Muster vorstellen, das in seiner Schlichtheit absolut besticht und trotzdem diesen gewissen „Wow-Effekt“ hat: den Grid Stitch, bei uns auch bekannt als Gittermuster.

Wenn du mich kennst, weißt du, dass ich Texturen liebe, die plastisch wirken, aber nicht kompliziert nachzuarbeiten sind. Das Gittermuster ist genau so ein Kandidat. Es sieht modern, klar und strukturiert aus – deswegen ist es perfekt für alle, die den minimalistischen Look lieben.

Was macht das Gittermuster so besonders?

Das Gittermuster verdankt seinen Namen der Optik, die an ein feines Gitter oder ein Karo-Netz erinnert. Es entsteht durch eine geschickte Kombination aus rechten und linken Maschen sowie Hebemaschen. Das Tolle daran: Das Strickstück bekommt dadurch eine wunderbare Stabilität und eine tolle Griffigkeit. Es leiert nicht so schnell aus wie ein einfaches Rippenmuster, bleibt aber trotzdem elastisch genug.

Ob für einen kuscheligen Schal, ein schickes Kissen für dein Sofa oder sogar einen kompletten Pullover – der Grid Stitch macht überall eine gute Figur.

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So einfach strickst du den Grid Stitch

Du brauchst keine Angst vor komplizierten Strickschriften zu haben. Das Grundprinzip ist meist ein Rapport von nur wenigen Maschen und Reihen.

Hier ist eine ganz einfache Variante, die du direkt ausprobieren kannst:

Vorbereitung: Schlage eine Maschenzahl an, die durch 2 teilbar ist (plus Randmaschen).

  • Reihe 1: *1 Masche rechts, 1 Masche links* ständig wiederholen.
  • Reihe 2: Stricken alle Maschen wie sie erscheinen, eine rechte Maschen auf eine rechte, eine links Masche auf eine linke, usw.
  • Reihe 3: stricke alle Maschen rechts
  • Reihe 4: stricke alle Maschen rechts

Das Ergebnis sind kleine, erhabene Quadrate, die durch die glatten Reihen optisch voneinander getrennt werden. Es entsteht eine dreidimensionale Struktur, die das Garn richtig toll zur Geltung bringt.

Meine Tipps für dein Gittermuster-Projekt

Das richtige Garn: Damit das Muster so richtig „poppt“, empfehle ich dir ein glattes Garn mit einer guten Definition, zum Beispiel eine schöne Merinowolle oder eine Baumwollmischung. Bei sehr flauschigen Garnen wie Mohair könnte die Struktur des Gitters etwas verloren gehen.

Die Farbe: In hellen oder kräftigen Unifarben kommt das Gitter somit am besten zur Geltung. Bei stark melierten Garnen oder Farbverlaufswolle hingegen „schluckt“ die Farbe jedoch oft die feinen Linien des Musters.

Geduld beim Zählen: Auch wenn es einfach ist, verzeiht das Muster kleine Fehler bei den Links-Rechts-Wechseln nur schwer. Ein kurzer Kontrollblick am Ende jeder Reihe spart lästiges Aufribbeln!

Fazit: Ein Klassiker für jeden Kleiderschrank

Der Grid Stitch ist für mich der Inbegriff von zeitlosem Design. Er ist anfängerfreundlich, macht aber auch erfahrenen Strickerinnen Spaß, weil man so richtig schön entspannt vor sich hin nadeln kann.

Hast du das Gittermuster schon einmal ausprobiert oder hast du beispielsweise ein Projekt im Kopf, bei dem es perfekt passen würde? Erzähl mir gerne in den Kommentaren davon!

Viel Spaß beim Ausprobieren und fröhliches Nadeln,
Deine Gabriele von Wolloholiker

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