Der Vollmond – Mondsüchtig?

Der Vollmond - Mondsüchtig?

Schön, dass du heute wieder den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hast du heute auch schon kurz den Blick zum Himmel gerichtet? Wenn du heute, am 30. April 2026, aus dem Fenster schaust, siehst du ihn vielleicht schon fast in seiner vollen, strahlenden Pracht. Morgen ist es soweit: Der Vollmond erreicht seine volle Leuchtkraft.

Und, wie geht es dir damit? Spürst du ihn schon? Ich für meinen Teil muss gestehen: Ich sitze hier gerade mit einer großen Tasse Tee, meine Stricknadeln klappern leise vor sich hin, aber mein Kopf ist irgendwie… „hellwach“.

Es ist ein Phänomen, das ich schon seit Jahren an mir beobachte, und ich bin mir sicher, dass ich damit nicht alleine bin: Die Nacht vor dem Vollmond ist bei mir oft die schlimmste. Da wälze ich mich von einer Seite auf die andere, zähle Schafe (oder besser gesagt: gestrickte Maschen), und der Schlaf will sich einfach nicht einstellen. Ich fühle mich dann irgendwie „mondsüchtig“. Aber ist das eigentlich nur Einbildung, ein schönes Märchen, das wir uns erzählen, um unser nächtliches Wachliegen zu rechtfertigen, oder steckt da wirklich etwas Faktisches dahinter?

Das Märchen vom Mond und dem Schlaf

„Mondsüchtig“ – das klingt so romantisch, fast ein bisschen mystisch. Der Begriff kommt nicht von ungefähr. Früher glaubte man, dass der Mond direkt auf unser Gemüt und unseren Körper einwirkt. In der Literatur und in alten Legenden heißt es oft, der Vollmond mache die Menschen unruhig, fördere Schlafwandeln oder sogar Stimmungsschwankungen.

Wissenschaftlich betrachtet wurde das Thema über Jahrzehnte hinweg intensiv untersucht. Lange Zeit hieß es aus der Ecke der Schlafforscher: „Alles nur Aberglaube!“ Man argumentierte, dass wir bei Vollmond eben mehr Licht im Zimmer haben, was uns schlechter schlafen lässt. Das leuchtet ein, oder? Wenn das Schlafzimmer hell erleuchtet ist, produziert unser Körper weniger Melatonin, das Hormon, das uns müde macht.

Doch dann gab es Studien – wie zum Beispiel die der Universität Basel –, die genau das untersuchten. Sie ließen Menschen in einer absolut dunklen, kontrollierten Umgebung schlafen, ohne dass sie wussten, wie die Mondphase gerade steht. Und siehe da: Die Probanden brauchten im Schnitt fünf Minuten länger zum Einschlafen, ihre Tiefschlafphase war um 30 Prozent reduziert und sie schliefen insgesamt etwa 20 Minuten kürzer.

Verrückt, oder? Selbst ohne das direkte Mondlicht scheint unser Körper irgendwie zu „spüren“, dass da oben etwas passiert.

Warum ausgerechnet die Nacht vor dem Vollmond?

Mir geht es fast immer so: Wenn die Kugel am Himmel noch nicht zu 100 Prozent rund ist, sondern kurz davor steht, dann ist meine innere Uhr komplett verstellt. Warum ist das so?

Vielleicht liegt es an der Erwartung? Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, die nach Rhythmen suchen. Unser ganzer Körper ist auf Zyklen programmiert – unsere Hormone, unser Stoffwechsel, unser Schlaf-Wach-Rhythmus. Es könnte sein, dass unser System auf die zunehmende Intensität des Mondes reagiert. Der Mond ist auf seinem Höhepunkt, die Energie (und das Licht) nimmt zu, und unser Körper bereitet sich unbewusst darauf vor.

Oder vielleicht ist es auch die „vorfreudige“ Aufregung? Wenn wir wissen, dass der Mond voll wird, achtet unser Unterbewusstsein vielleicht viel mehr auf jedes Geräusch, jeden Lichtreflex, jede Regung im Zimmer. Man liegt da, schaut auf die Uhr, denkt: „Ah, morgen ist Vollmond, kein Wunder, dass ich nicht schlafe!“ – und zack, ist die Unruhe da.

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Stricken gegen das „Mond-Wachsein“

Wenn ich merke, dass ich in der Vollmond-Nacht (oder eben die Nacht davor) hellwach im Bett liege, habe ich eine Strategie entwickelt, die mich vor dem Durchdrehen bewahrt. Ich stehe auf. Ja, ganz bewusst. Wenn ich nach 20 Minuten noch immer hellwach bin, bringt Wälzen nichts.

Ich gehe dann in mein kleines „Wolloholiker-Paradies“. Das gedimmte Licht, die sanften Bewegungen der Stricknadeln, das gleichmäßige Klappern – das ist meine ganz persönliche Einschlafhilfe. Das monotone Muster meines aktuellen Projekts hat etwas Meditatives.

Das Stricken bei Mondlicht – das ist etwas ganz Besonderes. Die Welt draußen ist still, der Mond strahlt durch das Fenster, und in meinen Händen entsteht etwas aus Wolle. Es ist diese ruhige, konzentrierte Tätigkeit, die meinen rastlosen Geist wieder zur Ruhe bringt. Probiere es mal aus! Wenn dich der Vollmond wieder einmal wachhält: Schnapp dir ein einfaches Strickzeug, mach dir einen Kräutertee und lass die Nadeln tanzen. Oft reicht schon eine halbe Stunde, und die Müdigkeit kehrt wie von selbst zurück.

Was sagen die Fakten über den Vollmond heute?

Heute wissen wir: Wir sind wohl biologisch mit dem Mond verbunden, auch wenn wir es nicht immer logisch erklären können. Unsere innere Uhr ist nicht nur auf den Tag-Nacht-Wechsel der Sonne eingestellt. Es gibt Hinweise darauf, dass unser Körper auf die Gezeitenkräfte oder die Lichtintensität des Mondes reagiert – auch wenn das für uns im modernen Leben kaum noch spürbar sein sollte.

Fakt ist: Ob es nun echtes, biologisches „Mondsüchtig-Sein“ ist oder eine psychologische Reaktion – wir sind damit nicht alleine. Es ist beruhigend zu wissen, dass viele von uns in diesen Nächten gemeinsam hellwach sind, oder? Vielleicht stricken gerade in diesem Moment Tausende andere „Wolloholiker“ auf der ganzen Welt ihre Maschen, weil der Mond ihnen den Schlaf raubt.

Ein kleiner Wunsch für morgen

Morgen, am 31. April ist er dann in seiner ganzen Pracht zu bewundern. Ich werde mich morgen Abend ganz bewusst auf meinen Balkon setzen, vielleicht in eine Decke eingekuschelt, und dem Mond ein „Hallo“ zurufen.

Und weißt du was? Ich werde den Gedanken, dass ich „schlecht schlafen muss“, einfach über Bord werfen. Wenn ich heute Nacht wieder wach liege, dann ist das eben so. Dann ist es Zeit für ein bisschen Kreativität. Dann stricke ich eben eine Runde mehr am Schal für meine Liebsten.

Genieße die Vollmondnacht, egal ob du sie verschläfst oder ob du die Zeit nutzt, um dein nächstes Projekt ein Stück weiterzubringen. Nimm es mit Humor – der Mond kommt und geht, und wir machen das Beste daraus!

Wie geht es dir mit dem Vollmond? Bist du auch ein „Schlaflos-Kandidat“ oder schläfst du wie ein Murmeltier, egal was da oben am Himmel passiert? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Hab eine ruhige, entspannte Nacht – oder eine wunderbar kreative, falls der Mond dich wachhält!

Deine Gabriele von Wolloholiker

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