Ein echtes Statement: Der Penguono

Ein echtes Statement: Der Penguono

Heute möchte ich euch in eine Welt entführen, die so bunt und verrückt ist, dass man einfach gute Laune bekommen muss. Es geht um mein neuestes Herzensprojekt: den Penguono. Wenn man den Namen Stephen West hört, weiß man eigentlich sofort: Es wird alles, nur nicht langweilig. Seine Designs sind legendär, oft extravagant und immer ein Abenteuer. Der Penguono ist da keine Ausnahme. Er ist jedoch mehr als nur eine Strickjacke; er ist ein tragbares Kunstwerk, eine bunte Umarmung und ein Statement für alle, die Mut zur Farbe haben.

Als ich die Anleitung zum ersten Mal sah, war klar: Den muss ich stricken. Aber natürlich nicht irgendwie, sondern auf die „Wolloholiker-Art“.

Meine Farbwelt für den Penguono: Rosa, Lila und ein Hauch Orange

Ihr kennt mich – ohne meine handgefärbten Schätze geht es nicht. Für meinen Penguono habe ich tief in meine Farbtöpfe gegriffen. Ich wollte eine Kombination, die leuchtet, aber trotzdem harmonisch wirkt. Meine Wahl fiel auf eine Mischung aus:

  •  Zartem und kräftigem Rosa (für die feminine Note)
  •  Tiefem Lila(für die nötige Tiefe)
  • Leuchtendem Orange (als absoluter Energiekick)

Das Besondere an diesem Projekt ist aber nicht nur die Farbwahl, sondern die Textur. Ich habe mich dazu entschieden, durchgehend ein hauchzartes Mohairgarn mitlaufen zu lassen. Das Ergebnis? Ein flauschiger Traum! Das Mohair legt sich wie ein sanfter Nebel über die Farben, verbindet die Kontraste und macht das Strickstück unglaublich weich und edel. Dass alle Garne von mir selbst handgefärbt sind, gibt dem Ganzen natürlich eine ganz persönliche Note. Jede Masche erzählt ferner die Geschichte meiner Arbeit am Färbetopf.

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Die Herausforderung: Englisch und „Tucks“

Ich werde oft gefragt: „Gabriele, ist eine englische Anleitung nicht wahnsinnig schwer?“ Ich sage es mal so: Es ist eine Umstellung, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Die Anleitung für den Penguono ist auf Englisch verfasst, was anfangs vielleicht abschreckend wirkt, aber Stephen West schreibt sehr präzise.

Dennoch gab es einen Moment, an dem ich kurz innehalten musste: Die Biesen (Tucks) auf dem Rückenteil.

Diese dekorativen Falten geben dem Penguono seine ganz besondere Struktur und den architektonischen Look. Technisch gesehen werden hier Maschen aus tiefer liegenden Reihen wieder auf die Nadel genommen und zusammengestrickt. Klingt in der Theorie logisch, erfordert in der Praxis aber einiges an Konzentration und Fingerspitzengefühl – besonders wenn man ein flauschiges Mohairgarn dabei hat, das kleine Fehler gerne mal kaschiert, aber das Aufrippeln zur Geduldsprobe macht!

Ich habe mich Reihe für Reihe vorgearbeitet, und was soll ich sagen? Als sich das Muster auf dem Rücken zum ersten Mal richtig abzeichnete, war der Stolz anschließend riesengroß. Es ist genau diese Herausforderung, die unser Hobby so spannend macht, findet ihr nicht auch?

Warum ihr den Penguono lieben werdet

Das Schöne am Penguono ist seine Vielseitigkeit. Er wird in verschiedenen Richtungen gestrickt, man wechselt ständig die Farben, und es wird garantiert nie eintönig. Außerdem ist er das perfekte Projekt, um Garnreste zu verwerten oder – wie in meinem Fall – eine ganz eigene, kuratierte Kollektion an handgefärbten Strängen zu feiern.

Er sitzt locker, ist gemütlich und passt perfekt über ein einfaches Shirt oder ein Kleid. Er ist mein neuer Begleiter für kühle Abende und ein absoluter Hingucker bei jedem Stricktreff.

Fazit: Traut euch an die großen Projekte!

Mein Penguono ist fast fertig, und ich kann es kaum erwarten, ihn komplett ausgeführt zu präsentieren. Falls ihr also noch zögert, ob ihr euch an ein Design von Stephen West oder eine englische Anleitung wagen sollt: Tut es! Schnappt euch eure Lieblingsfarben, kombiniert vielleicht auch ein flauschiges Beilaufgarn dazu und fangt einfach an. Die kleinen Stolpersteine, wie meine Biesen im Rückenteil, sind am Ende genau die Details, auf die wir besonders stolz sind.

Was sind eure aktuellen Projekte? Seid ihr auch Team „Bunt“ oder mögt ihr es eher schlicht? Schreibt es mir gerne in die Kommentare – ich freue mich riesig auf den Austausch mit euch!

Bis bald an den Nadeln,
Eure Gabriele von Wolloholiker

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