Ist dir das auch schon vorgekommen, das du eine wunderschöne Mütze gestrickt hast, und dann sitzt sie einfach nicht richtig? Zu eng, zu weit, oder sie rutscht ständig über die Augen. Das ist mir am Anfang auch passiert! Aber mit ein paar Grundlagen wird das Mützen stricken zum Kinderspiel. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf es ankommt.
Warum eine Mütze aus Wolle beste Wahl ist
Bevor wir loslegen: Hast du dich schon gefragt, warum Wollmützen so beliebt sind? Das liegt an den besonderen Eigenschaften von Wolle.
Wolle wärmt, auch wenn sie feucht ist – anders als Baumwolle, die sich bei Nässe kalt anfühlt. Besonders Merinowolle ist ein Traum: Sie ist superweich, kratzt nicht und reguliert die Temperatur ganz von alleine. Zu warm wird es dir mit einer Wollmütze auch nicht, denn Wolle ist von Natur aus atmungsaktiv. Und das Beste: Wolle riecht nicht so schnell, du musst deine Mütze also weniger oft waschen.
Schritt 1: Den Kopf richtig ausmessen
Bevor du mit dem Stricken beginnst, musst du wissen, für welche Kopfgröße deine Mütze sein soll. Das ist eigentlich ganz einfach!
Du nimmst ein flexibles Maßband und legst es etwa einen Zentimeter über den Ohren waagerecht um den Kopf – und zwar oberhalb der Augenbrauen . Das Maßband sollte eng anliegen, aber nicht zu straff gespannt sein . Der gemessene Wert in Zentimetern ist dein Kopfumfang und gleichzeitig deine Mützengröße .
Tipp: Wenn du kein Maßband*Werbung hast, nimm einfach eine Schnur oder einen Bindfaden. Leg sie um den Kopf, markiere die Stelle und miss die Länge dann mit einem Lineal ab.
Schritt 2: Die richtige Mützengröße finden
Der Kopfumfang ist die Grundlage für die Größe deiner Mütze. Hier habe ich eine praktische Größentabelle für Erwachsene für dich :
| Bezeichnung | Kopfumfang |
|---|---|
| XS | 52 – 53 cm |
| S | 54 – 55 cm |
| M | 56 – 57 cm |
| L | 58 – 59 cm |
| XL | 60 – 61 cm |
| XXL | 62 – 63 cm |
Wichtig: Die Größenangaben sind bei Mützen unisex – du kannst die Tabelle also für Damen und Herren gleichermaßen nutzen. Die durchschnittliche Größe für Frauen ist M, für Männer L.
Schritt 3: Was du beim Stricken der Mütze beachten solltest
So, jetzt kommt der spannende Teil! Damit deine Mütze auch wirklich perfekt sitzt, gibt es ein paar Kniffe.
Die Maschenprobe ist dein bester Freund:
Ich weiß, ich weiß – eine Maschenprobe zu stricken, ist nicht jedermanns Sache. Aber bei Mützen ist sie wirklich wichtig! Denn deine Maschenprobe verrät dir, wie viele Maschen du für 10 cm benötigst. Und das ist die Grundlage für die Berechnung deiner Maschenzahl. Orientiere dich bei der Maschenprobe an der Nadelstärke, die auf deinem Garn angegeben ist.
Die Mütze sollte etwas enger sein:
Eine Mütze muss am Kopf fest sitzen, sonst rutscht sie oder verrutscht bei jeder Bewegung. Deshalb wählst du den Mützenumfang bewusst etwas kleiner als den Kopfumfang. Ein negativer Dehnungswert (Ease) von etwa 5 cm hat sich als perfekt erwiesen. Bei einem Kopfumfang von 56 cm strickt du die Mütze also auf ca. 51 cm Umfang.
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So berechnest du deine Maschenzahl:
1. Kopfumfang – 5 cm = Mützenumfang (z.B. 56 cm – 5 cm = 51 cm)
2. Maschenprobe x (Mützenumfang / 10) = Anschlagmaschen
Die Höhe der Mütze:
Die Mützenhöhe ist die Länge deiner Mütze von der Unterkante bis zur Spitze. Die Größentabelle gibt dir Richtwerte, aber überlege, wie du die Mütze tragen möchtest:
- Eng anliegend: Wähle die angegebene Höhe
- Mit umgeschlagenem Bündchen: Addiere die doppelte Bündchenhöhe
- Lässig, als Beanie: Rechne nochmal etwa 6 cm dazu
Fest stricken und das Bündchen:
Ich stricke von Natur aus eher locker. Deshalb nehme ich für das Bündchen eine halbe bis ganze Nadelstärke kleiner. So wird das Bündchen schön fest und die Mütze rutscht nicht.
Welche Wolle eignet sich?
Zum Mützenstricken eignen sich viele Garne. Besonders beliebt sind Sockengarne (4-fach) oder spezielle Mützengarne. Aber auch kuschelige Garne wie Babyalpaka oder Mohair sind wunderbar warm und weich.
Mein Tipp für dich
Du siehst, Mützenstricken ist gar nicht so schwer! Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gute Vorbereitung: Kopf ausmessen, Maschenprobe machen und die Passform (negativer Ease) einplanen. Und wenn du dann noch ein schönes, weiches Garn wählst, steht deiner perfekten Mütze nichts mehr im Wege.
Hast du noch Fragen zum Mützenstricken? Oder welche Wolle nimmst du am liebsten? Schreib es mir in die Kommentare!
Bis bald und happy Stricken,
Deine Gabriele von Wolloholiker
