Schön, dass du wieder auf meinem Blog vorbeischaust. Schnapp dir ein kühles Getränk, mach es dir gemütlich und lass uns über das bunteste, verrückteste und flauschigste Strickprojekt überhaupt quatschen: den legendären **Penguono von Stephen West (Westknits)**.
Wer Stephen West kennt, weiß, dass man bei seinen Designs nicht einfach nur strickt. Man verfällt in einen Farbrausch. Genau das ist mir passiert. Und weil ein Penguono offenbar nicht reicht, um meine Wollreste-Berge zu bändigen, habe ich gleich zwei auf den Nadeln. Ja, du hast richtig gehört: **Zwei.** Doppelt hält besser, strickt sich schneller, oder bringt einen eben in die absolute Projekt-Zwickmühle, wenn der Sommer vor der Tür steht.
Hier kommt mein aktueller, herrlich chaotischer Zwischenstand!
Penguono Nummer 1: Fast auf der Zielgeraden (wäre da nicht der Sommer…)
Kommen wir zuerst zu meinem Sorgenkind Nummer eins – oder eher meinem Kuscheltraum Nummer eins. Bei diesem Penguono bin ich eigentlich schon verdammt weit. Der Körper sitzt, das bunte Patchwork-Muster bringt mich jedes Mal zum Strahlen, wenn ich das Teil anprobiere.
Was noch fehlt:
- Ein letzter Ärmel
- Der berühmt-berüchtigte, riesige Kragen
Klingt nach einem klacks, oder? Ein Endspurt, den man an ein paar gemütlichen Abenden auf dem Sofa wegbatschen könnte. Gäbe es da nicht ein kleines, aber sehr flauschiges Problem: Ich lasse bei diesem Modell ein wunderschönes Mohairgarn mitlaufen. Das Ergebnis ist ein super weicher, dicker Traum von einer Jacke.
Das Problem im Juni? Sobald ich dieses Strickstück auf den Schoß nehme, verwandelt es sich in eine tragbare Sauna. Bei den aktuellen Temperaturen schmilzt mir quasi das Gehirn weg, noch bevor ich die erste Reihe links gestrickt habe. Deshalb habe ich eine schwere, aber vernünftige Entscheidung getroffen: Dieser Penguono geht offiziell in die Sommerpause! Er darf sich jetzt im dunklen Projektbeutel ausruhen und auf die ersten kühlen Herbsttage warten. Tschüss, Flauschbombe – wir sehen uns im September!
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Penguono Nummer 2: Das Schneckenrennen
Mein zweiter Penguono darf vorerst auf den Nadeln bleiben, aber er gewinnt definitiv kein Schnelligkeitsrennen. Hier ist die To-Do-Liste noch ein ganzes Stück länger:
- Die kompletten Vorderteile fehlen noch
- Beide Ärmel müssen noch gestrickt werden
- Und natürlich auch hier: der Kragen
Hier verarbeite ich etwas leichtere Garne, weshalb das Stricken theoretisch auch im Sommer erträglich wäre. Aber ich stricke aktuell eher im Schneckentempo. Warum? Weil mein Handarbeits-Herz gerade ganz laut in eine andere Richtung schlägt.
Große Pläne: Die Tour de Fleece ruft!
Der Hauptgrund für meine Strick-Zurückhaltung hat einen Namen: “Tour de Fleece”! Während die Radprofis sich bei der Tour de France die Berge hochquälen, sitzen wir Spinnerinnen und Spinner weltweit an unseren Spinnrädern und Handspindeln und treten, was das Zeug hält. Das Ziel? Jeden Tag zu spinnen, wenn die Radler in die Pedale treten.
Mein Fokus liegt in den nächsten Wochen also voll und ganz auf diesem genialen Spinnevent. Ich habe hier wunderschöne Fasern liegen, die nur darauf warten, in feines Garn verwandelt zu werden. Wer weiß – vielleicht wird das selbstgesponnene Garn ja irgendwann der nächste Penguono? Sag niemals nie!
Und wie geht es jetzt weiter?
Der eine Penguono schläft, der andere wird nur häppchenweise gefüttert, und das Spinnrad glüht. Ich nehme mir für die nächsten Wochen einfach den Druck raus. Stricken soll schließlich Spaß machen und kein Leistungssport sein (außer eben beim Spinnen, da wird Vollgas gegeben!).
Wie sieht es bei dir aus? Hast du deine dicken Wollprojekte auch schon in den Sommerschlaf geschickt? Oder strickst du eiskalt die dicksten Winterpullis bei 30 Grad im Schatten? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare – ich brauche etwas Zuspruch für meine strickfaule Sommerpause!
Bis zum nächsten Mal, fröhliches Nadelklappern (oder Spinnrad-Treten)!
Eure Gabriele von Wolloholiker
