Patchworkstricken – Bunte Gemütlichkeit aus Sockenwollresten

Patchworkstricken: Bunte Gemütlichkeit aus Sockenwollresten
Hallo ihr Lieben,

kennt ihr das auch? In jedem Wollkorb verstecken sich diese kleinen, bunten Knäuel – die Überbleibsel von unzähligen Sockenprojekten. Sie sind zu schade zum Wegwerfen, aber scheinbar zu klein für ein neues Projekt. Heute möchte ich euch zeigen, wie ihr diese Schätze nutzen könnt, um beim Patchworkstricken etwas ganz Besonderes zu schaffen: eine kuschelige Schulz-Decke. Ja, ich stricke keine Original Frau-Schulz-Decke (wobei dies der Herr Schulz um das Jahr 1995 war, der diesen Begriff “erfunden” hat. Doch die Ursprünge des Patchworkstrickens reichen deutlich weiter in der Zeit zurück. Habe ich mir zumindest durch Tante Google erzählen lassen.)

Ich jedenfalls habe meine Sockenwollreste-Decke wieder hervorgekramt und (mal wieder) beschlossen, diese dieses Jahr endlich einmal fertig zu stricken. 

Sockenwollreste verarbeiten – durch Patchworkstricken leicht gemacht

Eine Patchworkdecke ist das perfekte Projekt, um Sockenwollreste zu verarbeiten. Da Sockenwolle meist die gleiche Garnstärke (420 Meter Lauflänge auf 100 Gramm Wolle) hat, harmonieren die Reste wunderbar miteinander. Das Beste daran? Die Decke wächst Quadrat für Quadrat, und man muss am Ende deshalb nichts zusammennähen, lediglich so einige Fäden müssen vernäht werden….

Die Anleitung: So strickst du deine Decke

Wir stricken die Quadrate in kraus rechts (also jede Reihe rechts). Damit die Decke eine gerade Kante bekommt, stricken wir die Quadrate direkt aneinander.

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So geht’s:

  1. Das erste Quadrat: Schlage 31 Maschen an. (Dies entspricht der Maschenzahl meiner Decke auf dem Foto. Du kannst die Größe deiner Quadrate jedoch beliebig anpassen, es sollte nur eine ungerade Maschenzahl sein.)
  2. Die Abnahmen: In jeder Hinreihe strickst du bis zur Mitte. Dort werden die mittleren drei Maschen zusammengefasst: Hebe zwei Maschen wie zum Rechtsstricken ab, stricke die nächste rechts und ziehe die abgehobenen Maschen darüber. So entsteht die schöne Diagonale. (Da mir die Diagonale nicht gefallen hat, habe ich die ferner mittleren drei Maschen einfach zusammengestrickt.)
  3. Das Prinzip: Stricke so lange weiter, bis nur noch eine Masche übrig ist.
  4. Anstricken: Für das nächste Quadrat nimmst du aus der Seitenkante des ersten Quadrats 15 Maschen auf. Dann nimmst du eine Masche neu dazu (die Eckmasche) und schlägst 15 weitere Maschen neu an. Schon hast du anschließend wieder 31 Maschen auf der Nadel.

Warum wir die Schulz-Decke lieben

Diese Art der Decke, oft nach dem Strick-Pionier Horst Schulz (wie schon erwähnt) benannt, ist pures “Slow Knitting”. Man kann sie wunderbar überallhin mitnehmen, da man immer nur an einem kleinen Quadrat arbeitet. Mit der Zeit entsteht schließlich ein farbenfrohes Unikat, das voller Erinnerungen an eure vergangenen Strickprojekte steckt.

Viel Freude beim Nadeln und beim Verwandeln deiner Wollreste in ein wahres Meisterwerk!

Eure Gabriele von Wolloholiker

PS: Wenn Du gerne häkelst, interessiert dich vielleicht ja auch meine Häkeldecke für Anfänger.

*Mit dem Klick auf ein Video-Vorschaubild wirst du anschließend zu dem entsprechendem Video weitergeleitet. Dabei werden keinerlei Daten an YouTube weitergegeben.

Die Videos zum Patchworkstricken aus Sockenwollresten

Wenn du eine Video-Anleitung bevorzugst, geht es hier zu meinem YouTube-Kanal. Bei den folgenden Videos kannst du dir die Anleitung für die Patchworkdecke aus Sockenwollresten in Ruhe und Schritt für Schritt anschauen. Inkl. Slow-Motion und hin- und zurückspulen ganz wie du magst.

Patchworkstricken – Babydecke Teil 1

Patchworkstricken - Eine Babydecke Teil 1

Babydecke Teil 2

Patchworkstricken - Eine Babydecke Teil 2

Babydecke Teil 3

Patchworkstricken - Eine Babydecke Teil 3

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